đŸ« Schulgeldfreiheit ist eine Frage der Gerechtigkeit

03.05.2023 · von Sina Beckmann
Schulgeld soll bald in nahezu allen Ausbildungsberufen der Vergangenheit angehören. Im zweiten Nachtragshaushalt, den die rot-grĂŒne Landesregierung im Landtag beschlossen hat, ist vorgesehen, die Schulgeldfreiheit etwa auch in der Ausbildung der Heilerziehungspflege und fĂŒr pharmazeutisch-technische Assistent*innen einzufĂŒhren. „Das war und ist eine Frage der Gerechtigkeit“, sagt die grĂŒne Landtagsabgeordnete Beckmann.
Sina Beckmann
Bild: Brauers.com

WĂ€hrend zum Beispiel in der Erzieher*innen-Ausbildung schon seit bald vier Jahren kein Schulgeld mehr verlangt werde, mĂŒssten viele SchĂŒler*innen anderer Branchen weiterhin monatlich bis zu 150 Euro bezahlen. „Im Laufe einer dreijĂ€hrigen Ausbildung kommen hĂ€ufig Summen von mehr als 5000 Euro zusammen. Rot-GrĂŒn setzt dem jetzt endlich ein Ende“, betont Beckmann.

Verbunden mit der Schulgeldfreiheit fĂŒr nahezu alle Ausbildungsberufe ist nach Auskunft von Beckmann die Hoffnung, den FachkrĂ€ftemangel in vielen Branchen wirksamer zu bekĂ€mpfen. „Wir wollen dazu beitragen, dass sich mehr junge Menschen fĂŒr Berufe in der Heilerziehungspflege oder auch im pharmazeutisch-technischen Bereich entscheiden. Ohne Schulgeld ist die Ausbildung deutlich attraktiver“, ist die GrĂŒnen-Politikerin ĂŒberzeugt. Der Personalmangel gerade bei der Betreuung von Menschen mit BeeintrĂ€chtigungen sei im Landkreis Friesland wie im ganzen Land gravierend. Zwischen 2016 und 2020 sei die Zahl der Auszubildenden in der Heilerziehungspflege um fast 25 Prozent zurĂŒckgegangen.

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Wir wollen dazu beitragen, dass sich mehr junge Menschen fĂŒr Berufe in der Heilerziehungspflege oder auch im pharmazeutisch-technischen Bereich entscheiden. Ohne Schulgeld ist die Ausbildung deutlich attraktive.

Die Schulgeldfreiheit ist nur ein Projekt von vielen, das die rot-grĂŒne Regierung mit dem zweiten Nachtragshaushalt verfolgt. Die PlĂ€ne von SPD und GrĂŒnen sehen vor, insgesamt zusĂ€tzlich 776 Millionen Euro aufzuwenden. Ein Großteil des Geldes kommt den Kommunen und deren Aufgabe zugute, die Unterbringung und Versorgung GeflĂŒchteter sicherzustellen. DarĂŒber hinaus geht es darum, die wichtige Arbeit der Sprach-Kitas im Land weiterhin finanziell abzusichern, mehr pĂ€dagogische FachkrĂ€fte an Schulen einsetzen zu können und das Schulobstprogramm auszuweiten. Ein Teil des Geldes werden SPD und GrĂŒne auch dafĂŒr aufwenden, die monatlichen Zulagen fĂŒr EinsatzkrĂ€fte bei Polizei und Feuerwehr sowie fĂŒr die BeschĂ€ftigten im Justizvollzug anzuheben.

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