đŸ‘· Wilhelmshaven möchte GeflĂŒchtete schnell in den Arbeitsmarkt integrieren

02.03.2023 · von Sina Beckmann
Auf ihrer Tour durch die Region macht Sina Beckmann auch beim OberbĂŒrgermeister von Wilhelmshaven, Carsten Feist, halt. Schließlich ist sie innerhalb der grĂŒnen Landtagsfraktion neben Friesland und der Wesermarsch auch fĂŒr die Stadt am Jadebusen zustĂ€ndig.
Sina Beckmann und Carsten Feist

„Wilhelmshaven ist im letzten Jahr wegen des neuen LNG-Terminals national und international sehr bekannt geworden. FĂŒr uns ist wichtig, dass in unserer Stadt am Ende dadurch auch Wertschöpfung entsteht“, so Carsten Feist. Fossile EnergietrĂ€ger sollten dabei nur noch fĂŒr eine Übergangsphase eine Rolle spielen, man mĂŒsse schnell auf grĂŒne Gase umstellen, um zukunftsfĂ€hig zu sein. „Industrie folgt einem entsprechenden Energieangebot. Die aktuellen Entwicklungen in Wilhelmshaven begĂŒnstigen die Ansiedlung von Unternehmen und sind daher auch gut fĂŒr die wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung der Region“, sagt die Landtagsabgeordnete Sina Beckmann. Carsten Feist ergĂ€nzt: „Die Region arbeitet bei der Energiewende gut zusammen. LNG, grĂŒne Gase und der Strom aus Offshore-Windkraft kommen hier in Wilhelmshaven an, wo sie in die Leitungen eingebracht werden. Die Hinterlandanbindungen verlaufen durch die angrenzenden Landkreise. Die Speicher fĂŒr LNG und grĂŒne Gase in Etzel sind auch nicht weit. Hier werden wir, wie auch in anderen Bereichen, weiter gemeinsam agieren.“

Beim Thema GeflĂŒchtete sind sich beide einig. „Wir haben die große Verantwortung, geflĂŒchtete Menschen gut zu integrieren. Dabei ist problematisch, dass die Wartezeit fĂŒr Sprachkurse viel zu lang ist. Wir könnten das mit kompetentem Personal lösen, das bereit steht. Diese Menschen dĂŒrfen aber nicht unterrichten, weil ihnen aufgrund von Vorgaben des Bundes das Zertifikat Deutsch als Zweitsprache fehlt“, meint der Wilhelmshavener OB Carsten Feist. Sina Beckmann stimmt zu, dass es wichtig sei, Standards einzuhalten, was aber nicht dazu fĂŒhren darf, dass die Menschen die Sprache nicht lernen können. So hĂ€tten sie auch keine Chance, in den Arbeitsmarkt zu kommen. „Bei Migration und Integration mĂŒssten wir langsam gelernt haben, dass FlexibilitĂ€t erforderlich ist. Deshalb mĂŒssen wir auch neue Wege gehen, um Integration zu ermöglichen“, fĂŒhrt Feist weiter aus.

Ein weiteres Thema war die angespannte Haushaltslage. So könnte der Haushalt der Stadt Wilhelmshaven beispielsweise EinkĂŒnfte aus der Energiewende und auch aus dem LNG-Umschlag gut gebrauchen, denn ein strukturelles Minus in Millionenhöhe Euro belastet die Stadt. Beide sind sich einig darĂŒber, dass Land und Bund die Kommunen besser unterstĂŒtzen mĂŒssen, denn hier wĂŒrden die Aufgaben umgesetzt, die in den Parlamenten beschlossen werden. „Aber dafĂŒr haben wir jetzt im niedersĂ€chsischen Landtag einen 2. Nachtragshaushalt in der Beratung. Gut 700 Millionen Euro könnten zusĂ€tzlich verwendet werden und ein Großteil davon soll in die StĂ€dte und Gemeinden fließen, vor allem, um die Unterbringung von GeflĂŒchteten abzusichern“, sagt Sina Beckmann zum Abschluss.

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