🏱 Sanierung des Tivoli in Varel macht ökonomisch und ökologisch Sinn

31.07.2023 · von Tobias Redlin
GrĂŒne Landtagsabgeordnete auf politischer Sommertour durch Friesland
Regina Mattern-Karth, Hans-Peter Boos, Sina Beckmann

Wer Sina Beckmann kennt, weiß, dass sie gerne und viel aktiv ist. Wenn sie was anpackt, dann voll und ganz. Seit letztem Jahr November ist sie nun Berufspolitikerin und mit ihrer grĂŒnen Partei an der Landesregierung in Niedersachsen beteiligt. Beckmann will Politik wieder interessanter fĂŒr die Menschen machen. „Denn in erster Linie entscheiden, ob in der Kommunal- oder in der Landes- und Bundespolitik gewĂ€hlte Vertreterinnen und Vertreter fĂŒr alle Menschen der Kommune, des Bundeslandes oder auch fĂŒr Deutschland. Und da ist es fĂŒr mich das Wichtigste, mit den Menschen in Kontakt zu sein und sich wirklich auszutauschen.“ 

Genau deshalb hat sie eine politische Sommertour in ihrem Heimatwahlkreis Friesland unternommen und hat dabei allen 8 Kommunen einen Besuch abgestattet. In Varel radelte sie mit den GrĂŒnen Ratsleuten Regina Mattern-Kahrt, Hans-Peter Boos und Norbert Ahlers, um sich ĂŒber die Stadtentwicklung zu informieren. Teil der Tour war gleich zu Beginn die neue, moderne Fahrrad-Garage am Bahnhof, die nun mit Bundes-Fördermitteln in Millionenhöhe umgesetzt werden kann. Ein weiterer Schritt hin zu mehr nachhaltigem Verkehr und einer gelungenen von Bahn und Bike Kombination, freut sich die Landtagsabgeordnete. Weitere Haltepunkte der gut zweistĂŒndigen Tour bei bestem friesischen Wetter mit Wind, Sonne und etwas Regen war eine BienenflĂ€che im Neubaugebiet am Geesthang, welche vom BUND gepflegt wird und ein Baubereich, fĂŒr den Paragraf 34 der Bauordnung nicht gilt - hier durfte, angepasst an die Umgebung, ohne weitere Auflagen gebaut werden.

Sina Beckmann
Sina Beckmann
Bild: Brauers.com

Es gibt Gutachten zum Tivoli – die Bausubstanz ist noch gut und eine Sanierung des GebĂ€udes wird nicht mehr kosten als ein Neubau. Damit macht der Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ fĂŒr mich Sinn. FĂŒr den Klimaschutz, aber auch fĂŒr den Geldbeutel und ganz besonders fĂŒr die Lage. Denn hier herrscht Bestandsschutz – ein Theater im Wohngebiet. Das ist einmalig und gilt es fĂŒr Varel und die Region zu erhalten!

Vorbei am Lothar-Meyer-Gymnasium, in das der Landkreis auch schon krĂ€ftig investiert hat und am Rathaus, welches nach Hans-Peter Boos Meinung im Klimaschutz voran gehen und eine Fassaden-Photovoltaik-Anlage an der Front installieren sollte, war der Veranstaltungsort Tivoli die Endstation. Nach einem kleinen Rundgang durchs GebĂ€ude und einigen ErklĂ€rungen plĂ€diert Sina Beckmann fĂŒr den Erhalt des GebĂ€udes. „Es gibt Gutachten zum Tivoli - die Bausubstanz ist noch gut und eine Sanierung des GebĂ€udes wird nicht mehr kosten als ein Neubau. Damit macht der Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ fĂŒr mich Sinn. FĂŒr den Klimaschutz, aber auch fĂŒr den Geldbeutel und ganz besonders fĂŒr die Lage. Denn hier herrscht Bestandsschutz - ein Theater im Wohngebiet. Das ist einmalig und gilt es fĂŒr Varel und die Region zu erhalten!“ 

Auch Stadtratsmitglied Regina Mattern-Kahrt setzt sich fĂŒr eine Sanierung ein. „Wir dĂŒrfen die Stadt nicht aushöhlen und alles nur noch in die Randbereiche bauen. Das Leben, die Kultur entwickelt sich so von den Menschen weg, das dĂŒrfen wir nicht zulassen. Im Tivoli findet viel Theater, viele KinovorfĂŒhrungen und weitere Kulturveranstaltungen statt - es ist wichtig, dass diese Angebote fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bleiben.“ Und Norbert Ahlers ergĂ€nzt: „ Die Stadtentwicklung bleibt nur dann positiv, wenn Kultur, Sport und Begegnung zusammen kommen, wenn die Menschen sich in ihrer Umgebung wohlfĂŒhlen. Wenn sie Orte zum Treffen, zum Erleben haben. Dann steigt ĂŒbrigens auch das NaturverstĂ€ndnis und das ist wichtig fĂŒr den Umweltschutz und fĂŒr ein nachhaltiges Leben in Varel.“

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