🎣 Lösungen gemeinsam mit der Küstenfischerei entwickeln

14.05.2026 · von Sina Beckmann
Im Agrarausschuss des Niedersächsischen Landtags wurde heute über den aktuellen Stand des Fischereidialogs zur Umsetzung europäischer Naturschutzvorgaben informiert. Hintergrund sind die Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie, nach der bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen geschützt und 10 Prozent streng geschützt werden sollen.
Sina
Bild: Ole Spata

Für die Küstenregionen in Friesland, Wilhelmshaven, Wittmund und Wesermarsch ist die Zukunft der Fischerei dabei weit mehr als eine reine Wirtschaftsfrage. Häfen wie Greetsiel, Neuharlingersiel, Fedderwardersiel oder Carolinensiel prägen das Bild der niedersächsischen Nordseeküste seit Generationen. Krabbenkutter gehören vielerorts selbstverständlich zur Hafenlandschaft dazu und sind nicht nur Teil regionaler Wertschöpfung, sondern auch ein wichtiger Bestandteil von Tourismus, Gastronomie und friesischer Identität.

Dazu erklärt die friesische Landtagsabgeordnete Sina Beckmann, die auch die Wahlkreise Wilhelmshaven, Wittmund und Wesermarsch betreut: „Die Herausforderungen für unsere Küstenfischerei sind enorm. Viele Betriebe stehen durch steigende Auflagen, Nutzungskonflikte auf See und fehlende Planungssicherheit massiv unter Druck. Gleichzeitig geht es hier nicht nur um einzelne Betriebe, sondern auch um ein Stück Küstenkultur und regionale Identität. Fischerei gehört für viele Menschen selbstverständlich zu unseren Häfen und Küstenorten dazu.“

Sina Beckmann

Die Herausforderungen für unsere Küstenfischerei sind enorm. Viele Betriebe stehen durch steigende Auflagen, Nutzungskonflikte auf See und fehlende Planungssicherheit massiv unter Druck. Gleichzeitig geht es hier nicht nur um einzelne Betriebe, sondern auch um ein Stück Küstenkultur und regionale Identität. Fischerei gehört für viele Menschen selbstverständlich zu unseren Häfen und Küstenorten dazu.

Der Landtagsabgeordnete Pascal Leddin, fischereipolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, ergänzt: „Wenn wir die Zukunft der Küstenfischerei sichern wollen, brauchen wir tragfähige Lösungen statt weiterer Unsicherheit. Naturschutz und Fischerei dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Unser Ziel muss sein, den Schutz der Meere mit einer wirtschaftlichen Perspektive für die Betriebe zusammenzubringen. Denn wo Fischerei verschwindet, verliert die Küste auch ein Stück ihrer Identität und regionalen Wertschöpfung.“

Beide Abgeordneten betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Fischereidialoges. Dieser bringt Fischerei und Naturschutz zusammen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Veränderungen dürfen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden werden, sondern mit ihnen gemeinsam am Tisch. Niedersachsen müsse die Interessen der Küstenregionen weiterhin aktiv vertreten und gemeinsam mit Fischerei, Naturschutz und den betroffenen Regionen tragfähige Lösungen entwickeln. Die EU-Vorgaben müssten umgesetzt werden. Gleichzeitig brauche die niedersächsische Küstenfischerei eine realistische Zukunftsperspektive. Der eingeschlagene Dialogprozess sei deshalb ein wichtiger Schritt, um Nutzungskonflikte frühzeitig gemeinsam zu lösen und den Betrieben mehr Planungssicherheit zu geben.

Diesen Artikel teilen: Facebook Twitter