đź’¨ Konkrete Vorgaben fĂĽr den Windkraftausbau sind ein Signal des Aufbruchs

06.02.2023 · von Sina Beckmann
Der Landkreis Friesland hat jetzt Gewissheit darüber, wie groß der Anteil seiner Fläche ist, der künftig für Windkraftanlagen vorgesehen ist. Umweltminister Christian Meyer (Grüne) legte heute Berechnungen zum Ausbau der Windkraft in Niedersachsen vor.

Ziel der Landesregierung ist es, insgesamt 2,2 Prozent der Landesfläche als sogenannte Vorrangflächen für Windräder auszuweisen. Im Landkreis Friesland sind es danach 0,46 Prozent der Fläche, auf denen Windkraftanlagen gebaut werden sollen; die Analysen des Umweltministeriums zeigen, dass grundsätzlich auf 1,36 Prozent der Fläche im Landkreis Windräder möglich wären. In die genauen Vorgaben flossen etwa Bevölkerungsdichte, Art und Umfang der Besiedelung, Abstände, Waldflächen und auch Vogelschutzgebiete ein.

Sina Beckmann
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Bild: Brauers.com

Dass jetzt Klarheit herrscht, weil jeder Landkreis genau weiĂź, wie groĂź sein eigener Beitrag zum Gelingen der Energiewende sein wird, ist ein wichtiges Signal des Aufbruchs.

„Dass jetzt Klarheit herrscht, weil jeder Landkreis genau weiß, wie groß sein eigener Beitrag zum Gelingen der Energiewende sein wird, ist ein wichtiges Signal des Aufbruchs“, sagt Sina Beckmann, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Jever. Die Entscheidung darüber, wie groß die Vorrangflächen in jedem einzelnen Landkreis sein müssen, sei die Grundlage für das übergeordnete Ziel, die Klimaneutralität Niedersachsens spätestens im Jahr 2040 zu erreichen. „Wir kennen unseren Landkreis, sind schon stark im Ausbau von Windkraft-Anlagen, aber werden jetzt dennoch schnell damit beginnen, die aktuellen Flächenvorgaben in den Neubau von Windrädern umzusetzen“, so Fachfrau Sina Beckmann, die selbstständig ist im Bereich Wind, Photovoltaik und Biogas. Unterstützung erwartet die Landtagsabgeordnete durch die von der Landesregierung beschlossene „Taskforce Energiewende“ und durch den Ausbau einer „Servicestelle Windenergie“ im Umweltministerium. Große Hoffnungen setzt Sina Beckmann auch darauf, dass Bürger*innen und Anwohner*innen nicht nur in die Planungen für mehr Windräder einbezogen, sondern möglicherweise auch an den Einnahmen beteiligt werden. „Wenn nicht nur Investor*innen profitieren, trägt das wesentlich zur Akzeptanz von Windkraftanlagen in der Nachbarschaft und damit zum Umstieg auf eine klimafreundliche Energieversorgung hier bei uns ins Friesland bei“, ist sich Sina Beckmann sicher.

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