25.01.2021

Pressemitteilung

Tierwohl muss eine deutlich größere Rolle spielen

von Sina Beckmann

Mit dem am 20.01.2021 verabschiedeten Beschluss zum Verbot des „Küken-Schredderns“ trifft die Bundes-Landwirtschaftsministerin eine einseitige nationale Entscheidung zur Beseitigung eines seit Jahren durch zahlreiche Verbände und Bündnis 90/ Die Grünen kritisierten unethischen Umgangs mit Tieren. Passend zur ausgefallenen Grünen Woche versucht die Ministerin nun damit einen Aufschlag zur eigenen Imagepflege. „Dieses Vorgehen ist einfach nur scheinheilig. Weit mutiger wäre es doch gewesen, Frau Klöckner hätte diesen Vorschlag im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft gemacht – das hätte Zeichen setzen können, auch EU-weit.“, so Sina Beckmann, Direkt-Kandidatin für den Bundestag im Wahlkreis 26 von Bündnis 90/ Die Grünen.

In der Tat hätte es in 2020 mehr gebracht, damit keine Gefahr besteht, dass das Schreddern von Eintagsküken weiterhin in den Nachbarländern praktiziert wird. Es bleibt nun Frau Klöckners Pflicht durch Kennzeichnung der Eier die Verbrauchenden darüber zu informieren, welche Eier von Hühnern gelegt wurden, die kein Produkt dieses unethischen und sittenlosen Ausleseverfahrens sind. Keine*r von uns Verbraucher*innen darf und kann sich jetzt beruhigt zurücklehnen und annehmen, dass mit dem „Schreddern“ von 45 Millionen Küken jährlich bei uns in Deutschland dem Tierschutz zum Durchbruch verholfen wurde. Eine Gesellschaft ist nur so human, wie sie mit den ihnen anvertrauten Lebewesen umgeht. Das Leben eines Tieres kann und darf nicht einem rein wirtschaftlichen Denken und Handeln untergeordnet werden, wie es die Oberverwaltungsgerichte leider vor Jahren festgestellt haben. Auch Sina Beckmann mahnt an: „Es bleibt noch viel zu tun auf dem Gebiet der Verbesserung des Tierwohls und des aktiven Tierschutzes. Wir dürfen Tiere nicht qualvoll halten, weil wir daraus Nahrungsmittel produzieren. Außerdem brauchen wir deutlich bessere Haltungsbedingungen als Standard und selbstverständlich müssen Landwirt*innen von ihrer Arbeit vernünftig leben können. Das bedingt dann auch einen angemessenen Fleisch-Preis.“ 

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Sina M. Beckmann

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