Flucht und Migration werden auch 2023 stark prägen

Der Landtagswahlkampf von Sina Beckmann ist in vollem Gange. Nun fand Julian Pahlke (MdB) den Weg nach Jever für eine Diskussion mit der Direktkandidatin der Grünen für Friesland und Jade. Im Lokschuppen berichtete Pahlke von seiner Arbeit im Bundestag – sein Herzensthema, welches er auch leidenschaftlich vertritt, sind Flucht, ihre Ursachen und die Bekämpfung eben dieser. Sina Beckmann stieg gleich mit einer Frage in die Diskussion ein: „Wie gut funktioniert unsere Deutsche Flüchtlingspolitik?“ Der Fokus der Antwort lag auf dem aktuellen Krieg in der Ukraine und der sich daraus ergebenen Flüchtlingsbewegung nach West-Europa. Der Leeraner Pahlke, der seit 2021 für die Grünen im Bundestag sitzt, resümierte: „Ja, wir tun einiges für Geflüchtete, aber es reicht bei Weitem nicht aus. Wir müssen internationale und bilaterale Hilfsgelder noch bedarfsorientierter und für die Umsetzungsorganisationen planbarer zur Verfügung stellen. Und wir müssen Einwanderung als Chance verstehen. Vor allem müssen wir in Deutschland ankommende Menschen besser integrieren, insbesondere auch durch unkomplizierten Zugang zu Sprachkursen.“ Beckmann ergänzte, dass es auch sehr wichtig sei, dass der Weg in den Arbeitsmarkt schnell geebnet werde. Viele Branchen stehen vor dem großen Problem, keine Mitarbeitenden mehr zu finden. Sei es in der Pflege, in der Gastronomie oder auch im Handwerk. „Diese humanökonomische Debatte sollten wir führen und die Menschen schnell auch über die Jobs in unsere Gesellschaft integrieren.“

So sprachen Beckmann und Pahlke mit den Teilnehmenden auch über kriegerische Konflikte in anderen Regionen der Welt und den daraus resultierenden Flüchtlingsbewegunge. Für 2023 erwartet Pahlke noch deutlich mehr Menschen auf der Flucht. „Das fehlende Getreide der Ukraine wird vor allem im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent zu einem Lebensmittel-Engpass führen. Und da es sich dann nicht um eine lokale Krise handelt, werden sich im Frühjahr/ Sommer 2023 voraussichtlich viele Menschen auf den Weg machen müssen, um die elementarsten Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser und ein Dach über dem Kopf zu decken.“ Sina Beckmann fasste zusammen: „Wir müssen vorbereitet sein. Sowohl organisatorisch, als auch gesellschaftlich. Wir brauchen ein modernes Aufenthaltsrecht, eine funktionierende Integrationsstrategie und ein Miteinander von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Nur so werden wir die kommenden Herausforderungen meistern.“

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