Die Energiewende in Friesland und Niedersachsen – wie gelingt´s?

Grüne Sina Beckmann diskutiert mit Spitzenkandidat Christian Meyer und Dr. Peter Ahmels am 25.05. um 19 Uhr in Middoge 

Als Unternehmerin im Bereich erneuerbare Energien kommt sie direkt vom Fach, als Kommunalpolitikerin und Landtagskandidatin will Sina Beckmann (Grüne) über das Gelingen der Energiewende in Friesland und Niedersachsen diskutieren. Eingeladen in das Dorfgemeinschaftshaus Middoge hat sie dazu den grünen Spitzenkandidaten Christian Meyer und Dr. Peter Ahmels (ehemals Präsident des Bundesverbandes Windenergie und jetzt tätig bei der Deutschen Umwelthilfe), moderiert wird die Veranstaltung von Martina Esser, Fraktionsvorsitzende der Grünen Friesland. Gäste sind herzlich eingeladen und Willkommen, denn auch über die Themen Bürgerenergiegenossenschaft und Akzeptanz für die Energiewende wird gesprochen. 

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist schon sehr lange eines meiner Kernthemen. Neue Windkraft- und Solaranlagen helfen im Dreierpack: sie schützen das Klima und die Artenvielfalt, schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort und machen uns in vielerlei Hinsicht unabhängig. Deshalb brauchen wir in Niedersachsen jetzt den Turbo, um den Standort-Vorteil, auch in Friesland und der Region, auszubauen und zu nutzen. Denn da, wo es günstige und grüne Energie gibt, siedeln sich auch Firmen an.“ so Beckmann. 

Nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine, aber seitdem ganz besonders: die Energiewende steht im Fokus. Deutschland will und muss seine Abhängigkeit von russischem Gas, Kohle und Öl stark minimieren und auf Null schrauben. Das ist nicht nur außen- und sicherheitspolitisch wichtig, sondern auch energie- und klimapolitisch. Deutschland war mit der Geburt des erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) 2000 auf einem guten Weg, allerdings wurde das Gesetz oft novelliert, ohne erneuert und verbessert zu werden. Einspeisevergütungen wurden drastisch reduziert, Energieproduktionen gedeckelt. Die Solarbranche erwischte es schwer ab dem Jahr 2012. Zehntausende Arbeitsplätze gingen verloren, die Firmen wanderten ins Ausland ab. Ähnliches passierte in der Windbranche ab 2018. Es kam zu einem dramatischen Rückgang beim Bau neuer Windkraftanlagen wegen veränderten Ausschreibungsverfahren und verschärften Abstandsregeln. 2021 wurden laut statistischem Bundesamt nur noch 460 Anlagen an Land aufgebaut, 2017 waren es noch mehr als 2000. 

Wie gelingt also die Energiewende in Niedersachsen und Friesland? Wie profitieren die Kommunen und Menschen vor Ort? Wie werden Energiepreise günstiger und wie kann der Klima- und Artenschutz voran gebracht werden? Diese und weitere Fragen werden am Mittwoch, 25.05. um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Middoge diskutiert. 

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